Spiralstabilisation ist nicht Spiraldynamik®
Spiralstabilisation und Spiraldynamik®, beiden Begriffe klingen ähnlich und darum besteht die Möglichkeit, dass man sie verwechselt – gemeint sind aber zwei unterschiedliche Methoden mit unterschiedlichem Ursprung und unterschiedlicher Anwendung.
Spiralstabilisation
Dr. Richard Smíšek, Prag, 1979
Spiralstabilisation ist eine aktive Trainingsmethode zur Stabilisierung und Regeneration der Wirbelsäule. Dr. med. Richard Smíšek entwickelte 1979 das Konzept und nutze es in Rehabilitation, Prävention und Training eingesetzt. Die Methode ist ein gezieltes Rückentraining und wird direkt mit den Teilnehmenden trainiert.
Im Zentrum des Trainings ist das elastische Übungsband: Der Körper arbeitet gegen einen sanften Widerstand, während die Wirbelsäule aktiv in die Länge gezogen wird. Dadurch werden sowohl die Bandscheiben als auch die Gelenke entlastet.
Spiraldynamik®
Dr. Christian Larsen und Yolande Deswarte, Schweiz/Frankreich, 1981
Die Spiraldynamik® ist gegenüber der Spiralstabilisation kein Übungsprogramm, sondern ein anatomisch-funktionelles Bewegungs- und Analysekonzept. Es beschreibt, wie sich der menschliche Körper spiralförmig organisiert und bewegt, und dient Fachpersonen aus Physiotherapie, Yoga, Tanz und Sport als theoretische Grundlage für die Bewegungsschulung – ohne eigenes Trainingsgerät oder festgelegtes Übungsprogramm.
Kurz gesagt
Spiralstabilisation versus Spiraldynamik®
Spiralstabilisation ist eine Methode, die man aktiv trainiert. Spiraldynamik® ist ein Konzept, mit dem man Bewegung analysiert und versteht. Beide nutzen das Bild der Spirale als Grundprinzip menschlicher Bewegung, verfolgen aber unterschiedliche Ansätze und stammen von unterschiedlichen Begründern.
