Was ist Spiralstabilisation?

Spiralstabilisation ist eine aktive Trainingsmethode zur Stabilisierung und Regeneration der Wirbelsäule. Sie wurde vom tschechischen Arzt Dr. med. Richard Smíšek in Prag entwickelt und wird seit 1979 in Rehabilitation, Prävention und Training eingesetzt.

Im Zentrum steht das Training mit einem elastischen Übungsband: Der Körper arbeitet gegen einen sanften Widerstand, während die Wirbelsäule aktiv in die Länge gezogen wird. Dadurch werden sowohl die Bandscheiben als auch die Gelenke entlastet. Gleichzeitig werden verkürzte Muskeln gedehnt, muskuläre Dysbalancen ausgeglichen und natürliche Bewegungsmuster neu trainiert.

Spiralstabilisation eignet sich zur Unterstützung bei Haltungsproblemen, Rückenbeschwerden und Skoliose sowie als Trainingsform in Prävention und Rehabilitation. Wie bei jeder Trainingsmethode gilt: Der Erfolg hängt von der regelmässigen und korrekten Anwendung ab. Bei bestehenden gesundheitlichen Beschwerden ist eine vorherige Abklärung durch eine Fachperson wichtig.

Die Methode eignet sich bei:

– Rückenschmerzen

– Skoliose

– Bandscheibenvorfall
– Nackenverspannungen
– Rundrücken & Hohlkreuz

– Körperhaltung verbessern

Erklär-Movie

Das Konzept

Die Geschichte

Das Spiral-Prinzip

Sanfte Übungen als Wirbelsäulen-Therapie

Spiralstabilisation

nach Dr. Richard Smisek

Spiralstabilisation wurde 1979 von Dr. Richard Smisek entwickelt, um die Leistung von professionellen Athleten zu verbessern. Später begann Dr. Smisek diese Übungen auch bei seinen Patienten in der Reha anzuwenden und dies mit grossem Erfolg.
www.spiralstabilization.com

RICHARD SMISEK

Der Grundgedanke von Dr. Smisek ist es, den Menschen aus den Fehlhaltungen in eine gesunde aufrechte Haltung zurück zu bringen. Dabei geht es vor allem um Stabilisierung und Mobilisierung des Körpers. Muskelketten werden gedehnt und gestärkt.

In den Studien von Dr. Smisek entdeckte er, dass durch unseren Lebensstil die vertikalen Muskelketten viel zu ausgeprägt und stark wurden und dafür die Spiralen Muskelketten zu verkümmern begonnen. Dies führt unweigerlich zu grossen Problemen in unserem gesamten Körper. Angefangen bei der Wirbelsäule, über die Schultern zu den Händen, vom Hüftgelenkt über die Knie zu den Füssen. Unsere ganze Biomechanik ist aus dem Lot geraten.

Dr. Smisek entwickelte eine einfache Methode, wo er seine hochkomplexen biomechanischen Erkenntnisse einfliessen lies. Und dies mit grossem Erfolg.

Mit der Spiralstabilisation hat es Richard Smisek geschafft, ein wirkungsvolles und kurzes Übungsprogramm zusammen zu stellen, das bei täglichem anwenden unseren Körper regeneriert und zurück zum aufrechten Gang führt.

Spiralstabilisation versus Spiraldynamik®

Spiralstabilisation und Spiraldynamik® klingen ähnlich – und  deshalb besteht die Möglichkeit, dass man sie verwechselt. Dabei handelt es sich um zwei eigenständige Konzepte mit unterschiedlichem Ursprung, unterschiedlichem Fokus und unterschiedlichem Ausbildungsweg. Wer die passende Weiterbildung für sich sucht, sollte den Unterschied kennen.

Spiraldynamik®

Dr. Christian Larsen und Yolande Deswarte, Schweiz/Frankreich, 1981

Die Spiraldynamik® ist gegenüber der Spiralstabilisation kein Übungsprogramm, sondern ein anatomisch-funktionelles Bewegungs- und Analysekonzept. Es beschreibt, wie sich der menschliche Körper spiralförmig organisiert und bewegt, und dient Fachpersonen aus Physiotherapie, Yoga, Tanz und Sport als theoretische Grundlage für die Bewegungsschulung – ohne eigenes Trainingsgerät oder festgelegtes Übungsprogramm.

Der zentrale Unterschied

Spiraldynamik® ist ein breiter angelegtes, ganzheitliches Bewegungskonzept, das den ganzen Körper und die Bewegungsanatomie insgesamt betrachtet. Spiralstabilisation ist gezielter: ein kompaktes, klar abgegrenztes Übungssystem mit Fokus auf Wirbelsäule, Haltung und die Muskelketten, die sie stützen. Zwei unterschiedliche Wege, die sich ergänzen können, aber nicht dasselbe sind.

Der Ausbildungsweg

Auch der Weg zur Anwendung unterscheidet sich: Die Ausbildung in Spiralstabilisation ist modular und kompakt aufgebaut – ein zweitägiger Grundkurs, darauf aufbauende Module, insgesamt acht Ausbildungstage bis zum Eintrag auf der Trainerliste. Kein mehrjähriger Diplomweg, sondern eine Zusatzqualifikation, die sich auch neben einem vollen Praxisalltag realistisch umsetzen lässt.

Für wen sich Spiralstabilisation eignet

Spiralstabilisation eignet sich für alle, die mit Menschen an Haltung, Beweglichkeit und Schmerzfreiheit arbeiten: Physiotherapeut:innen, Personal Trainer, Pilates- und Yogalehrer:innen, Osteopath:innen, Massagetherapeut:innen und weitere Bewegungs- und Körperfachpersonen. Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Ausbildung in einem Bewegungs-, Massage- oder Therapieberuf mit medizinischen Grundlagen.

Welches ist die richtige Methode für dich?

Beide Konzepte haben ihre Berechtigung – wichtig ist, die richtige Methode für die eigene Praxis und die eigenen Patient:innen zu wählen. Bei Fragen, welcher Weg zu dir passt, meldest du dich am besten direkt für ein unverbindliches Beratungsgespräch.